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Fachrichtung

IT für MVZ, BAG und Praxisgemeinschaften

Sobald mehrere Behandelnde unter einem Dach arbeiten, wird IT zu einem Organisationsthema. Die technischen Fragen sind lösbar — die schwierigeren sind: Wer darf welche Daten sehen, wie werden Standorte verbunden, und was passiert, wenn jemand ausscheidet?

Was uns hier regelmäßig begegnet

  • Alle Mitarbeitenden haben Zugriff auf alles, weil es nie eingegrenzt wurde
  • Bei einer Praxisgemeinschaft sind die Datenbestände nicht sauber getrennt
  • Standorte sind über improvisierte Fernzugriffe verbunden
  • Ausscheidende Behandelnde behalten Zugänge, die niemand deaktiviert

Rechtsform bestimmt die Datentrennung

Der wichtigste Unterschied ist der zwischen Berufsausübungsgemeinschaft und Praxisgemeinschaft. In einer BAG wird gemeinsam behandelt und abgerechnet, ein gemeinsamer Patientenstamm ist die Regel. In einer Praxisgemeinschaft teilen sich rechtlich selbstständige Praxen nur Räume und Personal — die Patientendaten müssen getrennt bleiben.

Diese Trennung technisch sauber abzubilden, ist keine Kleinigkeit und wird in der Praxis häufig übersehen, weil es „ja dieselbe Software“ ist. Wir setzen sie so um, wie Ihre Rechtsform es verlangt, und dokumentieren die Abgrenzung nachvollziehbar.

Zugriffsrechte, die im Alltag halten

Rechtekonzepte scheitern selten an der Technik, sondern daran, dass sie den Arbeitsalltag behindern und deshalb umgangen werden. Ein System, in dem alle mit demselben Konto arbeiten, weil das Rollenkonzept zu eng war, ist schlechter als gar keines — es täuscht in der Dokumentation Sicherheit vor.

Wir gehen deshalb von den tatsächlichen Abläufen aus: Wer braucht wann worauf Zugriff, auch in der Vertretung, auch am Wochenende? Daraus entsteht ein Konzept, das benutzt statt umgangen wird.

Personalwechsel geregelt abwickeln

In größeren Einheiten wechselt regelmäßig Personal. Ohne festen Ablauf bleiben Zugänge bestehen, oft über Jahre — bei einer Prüfung ist das ein Befund, und im Streitfall ein Problem.

Wir richten einen definierten Prozess für Eintritt und Austritt ein: Welche Konten werden angelegt, welche Rechte gehören zur Rolle, was passiert am letzten Arbeitstag. Das kostet einmal Abstimmung und läuft danach von allein.

Häufige Fragen

Technisch ja, aber die Datenbestände müssen getrennt bleiben — rechtlich selbstständige Praxen dürfen sich nicht gegenseitig in die Patientendaten sehen. Wir lösen das über getrennte Instanzen oder eine strikte Mandantentrennung und halten die Abgrenzung schriftlich fest.

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